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PFLEGE

Wie bekomme ich meine Kunststofffenster wieder schön?

Vergilbt, stumpf oder voller grünem Belag? So machen Sie ältere Kunststofffenster wieder ansehnlich.

Zwanzig Jahre alte Kunststofffenster sehen manchmal stumpfer oder gelber aus als früher. Meist lässt sich dagegen mehr tun, als die Leute denken. Und manchmal ist Ersetzen die klügere Wahl. Hier die Möglichkeiten, von leicht bis schwer.

Zuerst: was ist eigentlich los?

  • Grüner oder schwarzer Belag: Algen und Schmutz auf der Nordseite oder unter Bäumen. Gut zu entfernen.
  • Stumpfe, kreidige Schicht: Verwitterung der obersten Schicht durch UV. Meist noch zu beheben.
  • Echte Vergilbung: das Material selbst hat sich verfärbt. Das bleibt.
  • Kratzer und Schleifstellen: oft durch Scheuerschwämme oder einen Hochdruckreiniger verursacht.

Schritt 1: gründlich reinigen

Fangen Sie immer hiermit an, denn in neun von zehn Fällen ist es schlicht Schmutz. Spülen Sie zuerst reichlich mit lauwarmem Wasser ab, wischen Sie danach mit einem weichen Schwamm und milder Seife und spülen Sie erneut nach. Gegen grünen Belag hilft eine Lauge mit etwas Schmierseife oder ein spezieller Kunststoffreiniger. Lassen Sie es kurz einwirken und reiben Sie nicht trocken.

Schritt 2: Kunststoffreiniger gegen die stumpfe Schicht

Bleibt der Rahmen stumpf, verwenden Sie einen Reiniger, der speziell für PVC gemacht ist (aus dem Baumarkt oder über uns). Der nimmt die verwitterte Oberschicht ab. Testen Sie zuerst an einer unauffälligen Stelle. Etwa der Unterseite der Schwelle. Und verwenden Sie nichts Aggressiveres als nötig.

Finger weg von: Scheuerpulver, Stahlwolle, Aceton, Verdünner, Chlor und dem Hochdruckreiniger. Die machen das Problem endgültig schlimmer, weil sie die glatte Oberschicht zerstören. Darunter liegt poröses Material, das danach noch schneller verschmutzt.

Schritt 3: nachbehandeln

Nach einer gründlichen Reinigung können Sie die Oberfläche mit einem PVC-Pflegemittel oder einer dünnen Schicht Autopolitur ohne Schleifmittel behandeln. Das bringt den Glanz zurück und macht den Rahmen eine Zeit lang schmutzabweisend. Wiederholen Sie das einmal im Jahr.

Funktioniert Streichen?

Es gibt Speziallack für Kunststoff, und es ist möglich. Aber seien Sie ehrlich zu sich: Sie tauschen ein wartungsfreies Fenster gegen ein gestrichenes, das Sie von da an weiter pflegen müssen. Bei Rissen oder sich lösender Folie ist Lack ohnehin keine Lösung. Wir raten meist davon ab.

Wann ist Ersetzen sinnvoller?

Aufarbeiten lohnt sich, solange es nur ums Aussehen geht. Ersetzen ist eine Überlegung wert, wenn:

  • das Glas von innen beschlagen ist. Dann ist der Dämmwert ohnehin dahin
  • die Fenster zugig sind oder schwer schließen und Nachjustieren nicht mehr hilft
  • Sie noch alte Doppelverglasung haben: von 2,8 auf 1,1 W/m²K macht sich bei den Heizkosten spürbar bemerkbar
  • Sie ohnehin umbauen. Dann nehmen Sie es in einem Zug mit, ISDE-Förderung inbegriffen

Unsicher, ob Ihre Fenster eine Aufarbeitung noch wert sind? Schicken Sie uns ein Foto oder lassen Sie unseren Aufmaßtechniker kostenlos draufschauen. Wir sagen es Ihnen einfach, wenn Reinigen genügt.

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