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VERGLASUNG

HR++ oder Dreifachverglasung: der Vergleich

Was ist der Unterschied, wann lohnt sich Dreifachverglasung, und wann fahren Sie mit HR++ besser?

Fast jeder, der neue Fenster einbauen lässt, bekommt dieselbe Frage gestellt: HR++ oder Dreifachverglasung? Die Antwort hängt von Ihrem Haus, Ihren Plänen und Ihrem Budget ab. Hier der nüchterne Vergleich.

Der Unterschied in Kürze

HR++ Verglasung besteht aus zwei Scheiben mit einem argongefüllten Zwischenraum, dazu einer unsichtbaren Metallbeschichtung, die Wärme zurückwirft. Der U-Wert, wie viel Wärme pro Quadratmeter hindurchgeht, liegt bei etwa 1,1 W/m²K. Je niedriger, desto besser.

Dreifachverglasung hat drei Scheiben und zwei Zwischenräume. Damit kommen Sie auf 0,7 W/m²K oder niedriger. Sie ist also grob ein Drittel besser gedämmt, aber auch deutlich schwerer: Rechnen Sie mit rund 30 kg pro m² gegenüber 20 kg bei HR++.

Wann wählen Sie HR++?

Für die meisten Häuser ist HR++ die vernünftige Wahl. Kommen Sie von Einfach- oder alter Doppelverglasung, ist der Sprung zu HR++ mit Abstand der größte. Der Schritt danach zu Dreifach bringt relativ viel weniger. HR++ ist außerdem günstiger und passt in jedes Profil.

  • Ihr Haus ist im Übrigen normal gedämmt (Hohlschicht, Dach)
  • Sie möchten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sie ersetzen Einfachverglasung oder veraltete Doppelverglasung

Wann lohnt sich Dreifachverglasung?

Dreifach rechnet sich, wenn auch der Rest Ihres Hauses gut gedämmt ist. In einem zugigen Haus mit ungedämmtem Dach merken Sie den Unterschied kaum. Die Wärme entweicht dann einfach woanders. Darüber hinaus ist Dreifach interessant, wenn:

  • Sie an einer stark befahrenen Straße oder unter einer Einflugschneise wohnen; drei Scheiben dämpfen Lärm spürbar besser
  • Sie ein hohes Energielabel anstreben oder Richtung Nullenergiehaus wollen
  • Sie eine Wärmepumpe haben oder erwägen. Die arbeitet am besten bei niedrigen Temperaturen und damit guter Dämmung
  • Sie große Glasflächen haben; dort wiegt der Unterschied im U-Wert am schwersten

Das Förderargument

Es gibt noch einen Grund, Dreifachverglasung ernst zu nehmen: Der Förderunterschied ist erheblich. Für HR++ bekommen Sie 25 € pro m² zurück, für Dreifach in neuen Rahmen 111 € pro m²: und bei einer zweiten Dämmmaßnahme das Doppelte. Bei 20 m² Glas sind das schnell 1.700 €, was einen guten Teil des Mehrpreises deckt.

Beachten Sie die Bedingung: Dieser hohe Betrag gilt nur, wenn die Rahmen mit ersetzt werden. Dreifachverglasung in Ihren alten Holzfenstern bringt den HR++ Satz. Und ist bautechnisch ohnehin oft keine gute Idee, weil alte Rahmen nicht für dieses Gewicht gebaut sind.

Worauf Sie außerdem achten sollten

Dreifachverglasung ist schwerer, Profil und Beschläge müssen also dafür gemacht sein. Unser Profil Ideal 7000 (85 mm, sechs Kammern) ist standardmäßig darauf vorbereitet; im Profil Ideal 4000 (70 mm) passt Dreifach in eingeschränkteren Maßen. Bei großen Flügeln schauen wir immer gemeinsam, was sinnvoll ist.

Noch ein Punkt: Bei Dreifachverglasung an einer Nordfassade kann morgens Kondenswasser an der Außenseite entstehen. Das ist kein Defekt, sondern gerade ein Zeichen dafür, dass das Glas gut dämmt. Es entweicht so wenig Wärme, dass die äußere Scheibe unter den Taupunkt abkühlt.

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